Wir essen nicht nur, weil es gut schmeckt. Wir essen vor allem, um dem Körper die Nährstoffe zuzuführen, die er alleine nicht bilden kann und die er braucht, um richtig zu funktionieren. Die Basis des menschlichen Organismus ist der Stoffwechsel. Mit ihm werden die Organe mit Nähr- und Vitalstoffen versorgt.

Doch nicht alles, was wir essen, ist auch gut und gesund. Im Gegenteil: Der Mensch der modernen Gesellschaft ernährt sich viel zu sauer. Dabei sind es die basischen Stoffe, die wir in großer Auswahl brauchen, um gesund und vital zu bleiben.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, was die basischen Stoffe im Körper bewirken und wie leicht es ist, einen basischen Ernährungsstil in seinen Alltag einzubauen.

Was ist basische Ernährung?

Es ist wichtig zu wissen, dass man bei diesem Ernährungskonzept nicht Säuren komplett ausschließen soll. Im Gegenteil. Säure ist für den Stoffwechsel genauso elementar wie Basen. Allerdings nehmen die meisten von uns viel zu viele Säuren zu sich und im Verhältnis dazu deutlich zu wenig Basen.

Eine basische Ernährung basiert auf der Idee eines Verhältnisses von 80 % Basen und 20 % Säuren. So erhält Ihr Körper alle Nährstoffe, die er für den Stoffwechsel braucht, kann nicht benötigte Säuren ausscheiden und droht nicht zu übersäuern.

Unsere Vorfahren lebten übrigens ganz unbewusst deutlich basischer. Für Fleisch musste gejagt werden, später war es teuer in der Anschaffung. Und sie waren auch weitaus aktiver als wir, da wir viele Berufe ohne körperliche Anstrengungen erledigen können.

Ganzheitliches Ernährungsmodell statt simpler Diät

Bei einer klassischen Diät geht es meist darum, über einen definierten Zeitraum weniger Kalorien zu sich zu nehmen, als man über den Tag verteilt verbraucht. Dies soll dazu führen, dass die Fettzellen abgebaut werden und sich das Gewicht reduziert. Häufig wird bei dieser Form der Ernährung aber nicht darauf geachtet, ob der Körper ausreichend Nährstoffe erhält.

Die basische Ernährung hingegen ist nicht auf die Reduktion des Körpergewichts ausgerichtet, sondern auf die optimale Grundversorgung des Körpers. Dass es bei dieser besonnenen Form der Ernährung meist auch zu einer Gewichtsabnahme kommt, ist ein gern gesehener Nebeneffekt – der lange anhält.

Übermäßige Säuren, die nicht abgebaut werden können, werden in Fettzellen eingelagert und führen zu einer Verschlackung – schlechtes Hautbild und Cellulitis sind eine von vielen Folgen. Außerdem wird der Körper diese Fettzellen nicht abbauen, weil er sonst zu viel Säure freisetzen würde. Leitet man überschüssige Säuren aus dem Körper aus, lassen sich auch Fettpolster leichter abbauen.

Wann spricht man von einer basenüberschüssigen Ernährung?

Bei der basischen Ernährung unterscheidet man zwischen dem Basenfasten, bei dem man ausschließlich basische Lebensmittel zu sich nimmt und der basenüberschüssigen Ernährung, bei der man überwiegend basische Nahrung isst, aber auch saure oder säurebildende Nahrungsmittel konsumiert.

Die rein basische Ernährung eignet sich prima zum Entschlacken, um eingelagerte Säuren zu mobilisieren und auszuscheiden, sozusagen den „Großputz“ im Körper zu machen. Sie können sie für eine Dauer von etwa ein bis zwei Wochen in Form des Basenfastens durchführen.

Die basenüberschüssige Ernährung hingegen ist als dauerhafte Lebensweise gedacht. Sie essen dabei etwa 80% basische oder basenbildende Nahrungsmittel und ergänzen diese mit 20% sauren bzw. säurebildenden Lebensmitteln. Diese suchen Sie sehr gezielt aus und wählen zum Beispiel Fisch und Getreide in Bio-Qualität, Hülsenfrüchte und hochwertige Öle wie Leinöl, um Ihren Speiseplan optimal abzurunden.

Die Vor- und Nachteile einer basischen Ernährung

Die Vorteile einer basischen Ernährung liegen klar auf der Hand: Man isst mehr Lebensmittel, die dem Körper gut tun. Dadurch unterstützen Sie Ihren Körper bei seinen Stoffwechselprozessen, liefern ihm wertvolle Nährstoffe und verhindern eine Übersäuerung. Basische Lebensmittel wirken sich also positiv auf Ihre Gesundheit aus und beugen ernährungsbedingten Krankheiten vor. Wollen Sie Ihren Körper dauerhaft entlasten und fit halten, setzten Sie auf eine basenüberschüssige Ernährung.

Strenges Basenfasten, bei dem auch auf Getreide, Soja und Öle komplett verzichtet wird, sollten Sie nur für eine begrenzte Zeit von ein bis zwei Wochen durchführen. Ziel ist es hierbei, bereits eingelagerte Säuren zu mobilisieren und auszuscheiden.

Dauerhaft sollte nicht komplett auf saure und säurebildende Lebensmittel verzichtet werden, denn der Körper benötigt auch wichtige Stoffe aus Getreide und Ölen, die ihm sonst fehlen würden. Sie können das Basenfasten aber als guten Einstieg in eine basenreichere Lebensweise nutzen.

Die 80/20-Regel gibt bei der dauerhaften Ernährungsweise eine gute Orientierung. Ihr zufolge werden für eine gesunde basenreiche Lebensweise 80% Basenbildner und 20% Säurebildner gegessen. So bleibt Ihr Körper langfristig in einer Säure-Basen-Balance und kann ausreichend Mineralstoffe aufnehmen und die entstandenen Säuren wieder optimal ausscheiden.

Außerdem sorgen Sie für eine ausgewogene Menge an Säuren, die der Körper zur Verstoffwechselung – beispielsweise der Bildung von Magensäure – benötigt. Zu guten Säurebildnern zählen zum Beispiel hochwertige Öle – kalt gepresst.

Vorteil der Entschlackung durch basische Ernährung

Die meisten geben ihrer Wohnung einmal im Jahr eine Grundreinigung – das ist auch für einen gesunden Organismus ein guter Plan. In diesem Fall heißt der Frühjahrsputz “Entschlackung”. Bei dieser Form des Resets werden durch eine besondere Form der Ernährung die Schlacken aus dem Körper geleitet, die sich mit der Zeit eingenistet haben.

Neben ungünstigen Nahrungsmitteln, wie Zucker, Fleisch, Kaffee, Alkohol und vieles mehr, gehören Umweltgifte, Gifte aus Baustoffen, Stress im Beruf, Überlastung im Privatleben und einiges mehr zu den Haupt-Säurebildnern im Körper. Wenn diese Säure nicht schnell abgebaut werden kann, weil zu wenig basische Kapazitäten im Körper sind, lagern sie sich ein – beispielsweise in den Fettzellen.

Diese Fettzellen wird der Organismus nicht abbauen, so lange dort die schädlichen Stoffe gelagert sind. Führt man dem Körper nun basische Lebensmittel in vermehrter Form zu, kann der Abbau der Schlacke nach und nach vollzogen werden. Neben den vielen positiven Begleiterscheinungen einer basischen Ernährung – schönere Haut, Haare und Nägel, besseres Wohlbefinden, erholsamer Schlaf, etc. – kann auch die Reduktion von Gewicht eine nicht unerwünschte Folge sein.

Wie gesund ist eine basische Ernährung?

Eine basische Ernährungsweise ist auf Dauer sehr vorteilhaft, wenn Sie hauptsächlich basische Lebensmittel konsumieren und sie mit wertvollen Säurebildnern ergänzen. Durch diese basenüberschüssige Ernährung bleibt Ihr Organismus in Schwung und die Zellen verschlacken nicht. Die Gefahr ernährungsbedingter Erkrankungen – Fettleibigkeit, koronare Krankheiten – wird gemindert.

Die Vorteile für Körper und Wohlbefinden

Ihr Körper profitiert von dieser Auswahl an Nahrungsmitteln und Sie fühlen sich wohl: Er erhält alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine, die er für den Stoffwechsel benötigt, wird zur Basenbildung angeregt und „läuft wie geschmiert“, da sich keine Schlacken in den Zellen anlagern. Sie fühlen sich weniger belastet, energetischer und vitaler, haben eine gut funktionierende Verdauung und Ihr Körper muss nicht gegen eine Übersäuerung ankämpfen.

Wie funktioniert die basische Ernährung?

Die basische Ernährung basiert auf der Einteilung aller Lebensmittel in basisch bzw. basenbildend und sauer bzw. säurebildend.

Ein Zuviel an Säure ist schlecht für Ihren Körper, da er dann auf Hochtouren arbeiten muss, um die entstehenden Schlacken und Giftstoffe abzutransportieren. Gelingt ihm das nicht, übersäuert er und schädliche Stoffe lagern sich in den Zellen an.

Eine basenüberschüssige Ernährung beugt dem vor und hält den pH-Wert Ihres Körpers im Gleichgewicht.

Der pH-Wert des Körpers – Saure und basische Bereiche

Das Kürzel „pH“ leitet sich vom lateinischen „potentia Hydrogenii“ ab, was „Konzentration des Wasserstoffs“ bedeutet. Der pH-Wert kann von 0 (äußerst sauer) über 7 (neutral) bis 14 (sehr alkalisch) reichen. Innerhalb des Körpers herrschen unterschiedliche Milieus von basisch bis sauer.

Im Magen beispielsweise herrscht durch die Magensäure, die auch Salzsäure enthält, ein saures Milieu mit einem pH-Wert von 1 – 4. Sie spaltet die in der Nahrung enthaltenen Proteine auf und tötet die mit ihr in den Körper gelangten Keime ab.

Auch im Dickdarm und in der Blase herrschen eher saure Milieus. Ganz anders sieht es dagegen im Blut aus. Es hat einen leicht basischen pH-Wert von 7,36-7,44. Auch die Lymphe, die Gallenflüssigkeit und das Bindegewebe sollten leicht basisch sein.

Der Organismus setzt alles daran, den pH-Wert im Blut beziehungsweise den Säure-Basen-Haushalt des gesamten Körpers stabil zu halten. Dafür nutzt er sogenannte Puffersysteme im Blut und Harn. Sind die Puffersysteme ausgeschöpft, weil immer mehr Säure abgebaut werden muss, als der Körper verkraftet, führt dies zu einer chronischen Übersäuerung.

Übersäuerung in Naturheilkunde und Schulmedizin

Naturheilkunde und Schulmedizin verstehen unter Übersäuerung unterschiedliche Dinge. Ein Begriff, zwei Bedeutungen – das führt zu Missverständnissen.

Schulmediziner sprechen von einer Übersäuerung des Blutes (Azidose). Dabei ist das Blut an sich immer noch basisch, aber nicht mehr im Norm-Bereich mit einem pH-Wert von mindestens 7,35. Das hat lebensbedrohliche Folgen.

Verursacht werden kann ein plötzliches Absinken unter den Mindestwert durch einen Insulinmangel oder eine Niereninsuffizienz. Bei dieser Art der Übersäuerung geht es akut um Leben und Tod.

Bei einer chronischen Übersäuerung gelangt immer mehr Säure in den Organismus, als abgebaut werden kann. Der Körper lagert diesen Überschuss im Bindegewebe oder den Lymphen ein, bis er den Überschuss abbauen kann. Wenn dieser Ausgleich nicht stattfindet, kommt es zu einer chronischen Übersäuerung, die aber nicht lebensbedrohlich ist.

Leider bezeichnen manche Naturheilkundler diesen Vorgang jedoch auch als Azidose. Chronisch übersäuerte Menschen leiden jedoch an einer Störung des Säure-Basen-Haushalts und nicht an einer lebensbedrohlichen Azidose, bei der sofort notfallmedizinisch gehandelt werden muss.

Welche Mineralstoffe sind bei einer basischen Ernährung besonders wichtig?

Im Rahmen einer basenüberschüssigen Ernährung, bei der also rund 80% basische oder basenbildende Lebensmittel gegessen werden, erhält Ihr Organismus besonders viele wertvolle Mineralstoffe aus der Nahrung. Natrium, Calcium, Kalium, Eisen und Magnesium sorgen im Zellstoffwechsel und im Gewebe dafür, den pH-Wert auszugleichen und wirken einer ungesunden Übersäuerung entgegen.

Außerdem nehmen Sie weitere Nährstoffe wie Vitamine, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe auf. In einigen Bereichen ist es erwiesen, in anderen geht man stark davon aus, dass diese die Leistungsfähigkeit der Organe verbessern und den Körper bei der Verstoffwechselung unterstützen.

Basische Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten, regen die Basenbildung an. Mithilfe dieser Basen kann der Organismus einen bereits vorhandenen Säureüberschuss im Gewebe abbauen und damit einer Übersäuerung entgegenwirken.

Die Umwandlung von Lebensmitteln in Säuren und Basen

Beim Prozess der Nahrungsverarbeitung leistet Ihr Körper starke Arbeit. Viele komplexe Abläufe greifen ineinander, um Ihrem Organismus möglichst alle wertvollen Inhaltsstoffe aus den Lebensmitteln zuzuführen und alles Schädliche wieder loszuwerden.

Das Verdauungssystem ermöglicht die Versorgung des Körpers mit Energie und Nährstoffen. Die Nahrung passiert auf ihrem Weg durch den Körper viele Stationen: Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm und Dickdarm, bevor sie schließlich ausgeschieden wird. Am Verdauungsprozess sind aber auch die Bauchspeicheldrüse, die Gallenblase und die Leber beteiligt.

Über die Speiseröhre gelangt die Nahrung in den Magen. Hier wird sie durch wellenförmige Bewegungen mit dem stark sauren Magensaft vermengt. Der Speisebrei bleibt, je nach Fettgehalt eine bis sechs Stunden im Magen und wird hier aufgespalten. Je fetthaltiger die Nahrung ist, desto länger dauert es und desto anstrengender ist dieser Prozess für den Körper.

Danach gelangt der Speisebrei in den Dünndarm. Auch die Bauchspeicheldrüse wird nun aktiv. Sie setzt Enzyme und basische Säfte frei um den Speisebrei zu neutralisieren. Im Dünndarm nehmen die Darmzotten Nährstoffe auf und geben sie ans Blut ab. Die Leber ist eines der wichtigsten Organe, das zur Entgiftung des Körpers beiträgt.

Um Säuren ausscheiden zu können, müssen sie durch Basen neutralisiert werden. Sind zu wenig basische Stoffe aufgenommen, werden zunächst die Basenspeicher angebrochen und schließlich wird die Säure im Körper gespeichert, bis wieder genug Basen vorhanden sind. Ein Kreislauf, der nur durch eine konsequente Nahrungsumstellung durchbrochen werden kann.

Die Wirkung von basischen Lebensmitteln

Basische Nahrungsmittel haben viele unterschiedliche positive Wirkungen auf Ihren Körper. Sie unterstützen ihn dabei, einer Übersäuerung entgegenzuwirken. Dadurch bleibt der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht und der Organismus leistungsfähig.

Basische Lebensmittel enthalten nur sehr wenig schlechte säurebildende Aminosäuren wie Methionin und Cystein, bei deren Abbau Schwefelsäure entstehen kann. Sie enthalten dagegen wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Calcium, Kalium, Eisen und Magnesium. Sie sorgen im Zellstoffwechsel und im Gewebe für den Ausgleich des pH-Werts. Die in basischer Kost enthaltenen Vitamine, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem und helfen dem Körper bei der Verstoffwechselung.

Eine ausreichende Versorgung mit diesen Stoffen soll auch im Zusammenhang mit der Vorbeugung von Krebserkrankungen eine Rolle spielen, bei der die Bildung freier Radikale gestoppt werden soll, die zum Teil für die Entstehung der Krebszellen verantwortlich gemacht werden. Auch sollen einige dieser Stoffe unterstützend wirken, krebsauslösende Stoffe schneller auszuscheiden oder zu inaktivieren.

Basische Lebensmittel liefern dem Organismus außerdem Bitterstoffe, die die körpereigene Basenbildung anregen. Damit kann ein Säureüberschuss im Gewebe abgebaut und einer Übersäuerung entgegengewirkt werden.

Beim Verstoffwechseln von basischen Nahrungsmitteln entstehen keine sauren Schlacken, die den Körper belasten könnten. Obst und Gemüse, die dazu zählen, enthalten viel Wasser, mit dem Säuren möglichst schnell über die Nieren ausgeschieden werden können.

Dass eine basische Ernährung nicht alle Krankheitsbilder heilen kann, ist klar. Doch berichten Menschen, die sich basisch ernähren, von einer höheren Vitalität, einem besseren Hautbild und einem allgemein besseren Lebensgefühl.

Naturheilkundler sehen in der Regulierung des Säure-Basen-Haushalts die Grundlage für den Genesungsprozess bei vielen Problematiken. Damit wollen sie den Organismus von innen stabilisieren, das Immunsystem stärken und ihn damit weniger angreifbar für Erkrankungen machen.

Wie wirken saure Lebensmittel?

Muss der Organismus saure oder säurebildende Nahrungsmittel verarbeiten, entstehen dabei Säuren, die sich schädlich auf den Körper auswirken können. Kann der Organismus nicht alle zugeführten oder im Rahmen des Stoffwechselprozesses entstandenen Säuren abbauen und ausscheiden, können sie sich im Zwischenzellgewebe und schließlich in den Zellen selbst anlagern. Dies führt zu einer Übersäuerung und damit langfristig zu einer Verschlackung.

Auch rotes und verarbeitetes Fleisch zählt zu dieser Gruppe der sauren Lebensmittel. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft Fleisch von Rind, Schwein, Lamm und Ziege sowie Schinken und Wurst, die durch Pökeln, Salzen oder Räuchern verändert wurden, sogar als wahrscheinlich krebserregend ein.

Die Folgen einer übersäuerten Ernährung

Wer sich dauerhaft zu sauer ernährt oder zu viele Lebensmittel konsumiert, die eine Säurebildung im Körper erzeugen, läuft Gefahr, dass sein Körper nicht ausreichend mit den wichtigen Nährstoffen wie Mineralien und Vitaminen versorgt ist und sich der Stoffwechselprozess verlangsamt.

Ist es schließlich so weit, dass nicht mehr alle Säuren neutralisiert und ausgeschieden werden können, lagern sie sich als Schlacken in den Zellen an. Die Folge: Der Säure-Basen-Haushalt ist aus dem Gleichgewicht, der Körper übersäuert chronisch. Die Zellen können nicht mehr ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen, weil sie sich ständig gegen diesen Säureangriff wehren müssen. Damit fehlt es dem Gesamtorganismus an Energie und Vitalität. Man fühlt sich schlapp und antriebslos.

Regulierung des Säure-Base-Haushalts durch eine basische Ernährung

Für einen gut funktionierenden Organismus ist es wichtig, dass der Säure-Basen-Haushalt des Körpers im Gleichgewicht ist. Das bedeutet nicht, dass überall im Körper ein neutraler pH-Wert herrschen soll, sondern dass in den jeweiligen Systemen und Organen der für sie entscheidende pH-Wert vorhanden ist: Im Magen ein saurer, im Blut ein basischer.

Diese Werte dürfen sich innerhalb einer engen Toleranzzone bewegen. Sogenannte Pufferzonen können Schwankungen bis zu einem gewissen Grad abfangen. Sind diese Puffer auch noch überschritten, wird es kritisch.

Durch zu viele saure oder säurebildende Lebensmittel, zum Beispiel beim übermäßigen Verzehr von Fastfood oder Fleisch und Weizenprodukten, gerät der Organismus an seine Grenzen und der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht.

Eine basische Ernährung wirkt dem entgegen. Hierbei setzt man auf viel Gemüse und Obst sowie hochwertige Öle in Maßen. Diese Kost entlastet den Körper und trägt sogar zur Ausscheidung von Schlacken aus den Zellen bei. Somit wird der Säure-Basen-Haushalt wieder ausgeglichen und der Organismus kann wieder besser funktionieren.

Gute und schlechte säurebildende Lebensmittel

Die sauren oder säurebildenden Nahrungsmittel unterscheidet man in zwei Gruppen: gute und schlechte. Die guten Säurebildner sollten auf jeden Fall auf Ihrem Speiseplan stehen, allerdings nur in Maßen. Sie sind wichtig, um eine vollwertige gesunde Ernährung sicherzustellen.

Die Gruppe der guten Säurebildner beinhaltet: Fisch, Eier und Getreide (außer Weizen) aus biologischer Erzeugung. Auch Hülsenfrüchte, Nüsse und Ölsaaten wie Kürbiskerne und Chiasamen gehören dazu. Außerdem hochwertige Öle wie Leinöl. Ihr Speiseplan sollte zu rund 20% aus diesen Lebensmitteln bestehen.

Vorsicht ist hingegen bei den schlechten Säurebildnern geboten. Greifen Sie besser nur in Ausnahmefällen zu ihnen. Lebensmittel wie Fleisch und Wurstwaren sind nicht zu empfehlen. Sie enthalten einerseits saure Mineralstoffe, andererseits entstehen zusätzlich bei ihrer Verdauung Säuren im Körper.

Auch Milchprodukte und Eier aus konventioneller Landwirtschaft sind sowohl Säurelieferanten als auch Säurebildner. Kaffee zählt ebenfalls zur Gruppe der schlechten Säurebildner und sollte möglichst nicht oder nur in geringen Mengen getrunken werden.

Die basische Ernährung im Alltag

Wer auf eine basische Ernährung im Alltag setzen und sich von schlechten Essgewohnheiten verabschieden will, tut seinem Organismus etwas Gutes. Denn er verzichtet auf überflüssige Säurebildner und führt dem Körper stattdessen vermehrt gute basische Nahrungsmittel zu.

Eine basische Ernährung ist meist auch durchführbar, wenn man zum Beispiel mittags in der Kantine oder abends im Restaurant isst. Wählen Sie einfach ein Gericht mit viel Gemüse, Kräutern oder Obst.

Auch eine Kombination mit glutenfreier, laktosefreier oder vegetarischer Ernährung ist leicht machbar.

Worauf ist bei einer Umstellung auf basische Ernährung zu achten?

Wer sich auf eine überwiegend basische, also eine basenüberschüssige Ernährungsweise umstellen möchte, hat zwei Möglichkeiten:

  1. Sie starten mit einer ein- bis zweiwöchigen Basenkur, während der Sie ausschließlich basische Lebensmittel zu sich nehmen. Damit können Sie bereits im Körper eingelagerte Säuren aus dem Körper leiten und sozusagen „großreinemachen“. Sie sollten im Anschluss gute säurebildende Nahrungsmittel neben die basischen in Ihren Speiseplan aufnehmen.
  2. Sie wählen gleich die gemäßigte Variante und stellen auf eine basenüberschüssige Ernährung um, indem Sie etwa 80% basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse auf Ihren Speiseplan setzten und 20% gute Säurebildner dazu wählen. Die schlechten Säurebildner lassen Sie weg. Ein erfreulicher Nebeneffekt ist, dass dabei meist auch von ganz allein überflüssige Pfunde purzeln.

Wie lange sollte man sich basisch ernähren?

Rein basisch sollten Sie sich im Rahmen des sogenannten „Basenfastens“ höchstens ein bis zwei Wochen ernähren. So werden Säuren, die sich bereits in Ihrem Körper angelagert haben, wieder mobilisiert und schließlich ausgeschieden.

Eine überschaubare Zeitspanne, für die Sie sich ganz bewusst auf diese Ernährungsform einlassen können. Danach nehmen Sie auch wieder die guten Säurebildner zu sich. Eine basische Ernährung ist dann ein Leben lang möglich.

Wie sinnvoll ist die Verwendung von Basenpulver?

Wenn Sie Ihren Körper bei dem Prozess der Entsäuerung helfen wollen, können Sie auf Basenpulver setzen. Damit nehmen Sie große Mengen an Mineralstoffen zu sich, die den Körper sinnvoll unterstützen, die Säuren zu neutralisieren und die Schadstoffe auszuschwemmen. Dabei wirken Basenpulver auch sehr kurzfristig, können also auch akute Beschwerden lindern, die mit einer Übersäuerung einhergehen.

Doch gilt es beim Kauf von Basenpulver einige Dinge zu beachten. Dabei steht im Vordergrund, dass das Basenpulver aus natürlichen Stoffen hergestellt sein sollte. Nur so können auch die sekundären Pflanzenstoffe ins Basenpulver gelangen, die so wirkungsvoll gegen Übersäuerung eingesetzt werden können.

Besonders bewährt haben sich Produkte in denen sich ein hoher Anteil an Zink befindet, das nachweislich zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt beiträgt. Auch Citrat hat sich als Bestandteil von Basenpulver bewährt, da es im Gewebe zur Entsäuerung beiträgt, ohne die Magensäure zu verstärken.

Dagegen ist von Produkten auf der Basis von Bikarbonaten, zum Beispiel Natriumbikarbonat oder Backpulver eher abzuraten, da sie die Magensäure verändern können. Hierbei kann es zu Problemen bei der Eiweißspaltung und damit auch bei der Verstoffwechselung kommen.

Basische Ernährung während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft achten viele Frauen ganz besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung – schließlich „isst noch einer mit“. Auch das Baby benötigt für sein Wachstum Nähr- und Vitalstoffe. Diese werden ihm durch die Nahrung der Mutter zugeführt. Frisches Obst, Gemüse, hochwertige Öle, wenig Fleisch – an diesem Konzept ist während einer normal verlaufenden Schwangerschaft nichts auszusetzen.

Schwangere sollten aber unbedingt beachten, dass sie auch säurebildende Produkte zu sich nehmen. Im Zweifel sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Umstellung Ihrer Ernährung und lassen sich von ihm zusätzliche Tipps geben.

Basische Ernährung und Sport

Für den Muskelaufbau und -erhalt benötigt der Körper Eiweiß – dies ist bei einer basischen Ernährung allerdings nur in Maßen zu genießen, weil es ein säurebildender Stoff ist. Sportler sollten daher bei der basischen Ernährung in dem Verhältnis 80-20 darauf achten, dass sie den „sauren Anteil“ mit stark eiweißhaltigen Nahrungsmitteln abdecken.

Basische Ernährung und ein veganer Lebensstil

Auch für Veganer ist es unkompliziert, sich basenüberschüssig zu ernähren. Auf fast alle schlechten Säurebildner wie Fleisch, Wurstwaren, Eier und Fisch verzichten Sie ohnehin. Allerdings müssen Sie nun auch Soja weitestgehend vom Speiseplan streichen. Soja ist konzentriert eiweißhaltig und damit Säurebildner und nur in Maßen zu genießen.

So starten Sie Ihre Ernährungsumstellung einfach

Der beste Start in eine basische Ernährung ist eine Aufnahme des Ist-Zustands. Denn viele Menschen sind sich gar nicht bewusst, was sie über den Tag verteilt zu sich nehmen und wie viele Säurebildner sich darunter befinden.

Lassen Sie also entweder die letzten Tage Revue passieren oder führen wirklich einige Zeit Buch über das, was Sie essen. Toast mit Marmelade und dazu Kaffee? Oder ein Müsli mit schwarzem Tee? Das sind sehr saure Frühstücksvarianten und eher nicht geeignet für eine basenüberschüssige Ernährung. Greifen Sie lieber zu Obst oder frisch gepressten Säften, grünen Smoothies oder Kräutertees.

In der Kantine greifen Sie gern zu Fleisch und Beilagen? Diese Dinge mögen Ihnen gut schmecken, bedeuten für Ihren Organismus aber eine hohe Säurebelastung. Warum nicht mal einen Salat mit ein paar abwechslungsreichen Toppings: Ihr Körper freut sich über die vielen Vitamine und basischen Nährstoffe.

Als Snack am Nachmittag schnell einen Schokoriegel? Der schmeckt gut, liefert vielleicht auch Energie, aber eben auch überflüssiges Hüftgold und Säuren. Trockenobst, Nüsse oder Obst-Stücke schmecken nicht schlechter, sind aber gesünder.

Abends noch die Pizza in den Ofen oder die Nudeln in den Topf und danach mit Chips und Gummibärchen auf die Couch? Das hört sich leider nicht gesund an. Eine Quinoa Bowl mit Avocado und Lachs kann den Säure-Basen-Haushalt viel besser unterstützen und ist mindestens genauso lecker!

Und was gibt’s zu trinken? Worauf Sie bei der Wahl von basischen Getränken achten müssen:

Genau wie Lebensmittel haben auch Getränke eine Wirkung auf den Säure-Basen-Haushalt Ihres Körpers. Daher unterscheidet man auch sie in basische und saure Getränke. Die wichtigsten basischen Getränke, die Ihrem Organismus gut tun, sind Wasser, Kräutertees, selbst gemachte Früchtesmoothies und grüne Smoothies. Vor allen Dingen Wasser sollten Sie in großen Mengen trinken, um Ihre Nieren bei der Ausleitung von Säuren zu unterstützen.

Zu den schlechten säurebildenden Getränken zählen dagegen Alkohol, Kaffee, Softdrinks, Mineralwasser, schwarzer Tee und Früchtetee. Davon sollten Sie möglichst wenig trinken.

Die Basenkur – Was das ist und wie sie funktioniert

Eine Basenkur soll Ihren Körper von bereits eingelagerten Säuren befreien. Sie führen ihm durch eine basische Ernährung viele wertvolle Mineralstoffe zu, die ihn dabei unterstützen. Auf saure oder säurebildende Nahrungsmittel und Getränke verzichten Sie in dieser Zeit komplett. Die Zellen können so gereinigt und die Schlacken im Rahmen der Stoffwechselprozesse aus dem Körper geleitet werden.

Wie funktioniert eine Basenkur?

Dadurch, dass dem Körper durch die rein basische Ernährung plötzlich mehr wertvolle Mineralien zur Verfügung stehen, und gleichzeitig keine schlechten Säuren zugeführt werden, hat der Organismus die Möglichkeit, bereits eingelagerte Säuren aus dem Zwischenzellgewebe und den Zellen zu lösen. Dann werden sie mobilisiert und die Schlacken schließlich im Rahmen der Stoffwechselprozesse aus dem Körper geleitet.

Was sind die Vorteile einer Basenkur?

Im Rahmen einer zeitlich begrenzten Basenkur kann Ihr Organismus durch die vielen guten Mineralstoffe quasi den Turbo anwerfen und auch über lange Zeit eingelagerte Schadstoffe loswerden. Es ist ein „Großputz“, der den verschiedenen Systemen des Körpers und den Organen, im übertragenen Sinne, wieder Luft verschafft.

Den Körper richtig entsäuern – Diese Regeln sollten Sie beim Basenfasten einhalten

  • Essen Sie mit Lust und Genuss
    Wählen Sie nur solche Obst- und Gemüsesorten aus, die Sie auch wirklich gerne essen, schließlich sollen Ihre Mahlzeiten Ihnen schmecken.
  • Essen Sie kleine Mengen
    Das Sättigungsgefühl setzt oft erst nach einigen Minuten ein, also essen Sie erstmal eine kleine Portion und warte dann ab, ob das Hungergefühl verschwindet.
  • Kauen Sie Ihre Nahrung lange
    Jeder einzelne Bissen sollte lange und gründlich gekaut werden, damit der Speisebrei gut und einfach vom Körper verdaut werden kann.
  • Lassen Sie es knackig
    Gemüse sollten Sie möglichst nur kurz kochen oder dünsten, denn nur so bleiben die wertvollen Nährstoffe erhalten.
  • Mehr Gemüse als Obst
    Setzen Sie in der Zeit des Basenfastens vermehrt auf Gemüse. Es sollte 80% der Nahrung ausmachen. Generell sollten Sie nur zu reifem Obst und Gemüse greifen.
  • Rohkost nur bis 14.00 Uhr
    Für Ihren Stoffwechsel ist es besser, wenn Sie ab dem frühen Nachmittag gekochte Lebensmittel essen.
  • Gewürze gezielt einsetzen
    Während des Basenfastens verzichten Sie auf Salz. Gewürze setzten Sie dagegen ganz gezielt ein und achten darauf, die Speisen nicht zu überwürzen. So kommt der Eigengeschmack der Speise deutlicher hervor und Sie spüren Ihr Sättigungsgefühl besser.
  • Letzte Mahlzeit vor 18.00 Uhr
    Abends essen Sie am besten wenig, dafür aber früh. Am besten vor 18.00 Uhr. So können Ihre Organe den Großteil der Verdauungsarbeit leisten bevor Sie ins Bett gehen und Sie können dadurch besser schlafen.

Basenfasten: Diese Lebensmittel gehören auf die Einkaufsliste

Mit diesen Lebensmitteln sollten Sie Ihren Kühlschrank und Ihre Regale füllen, wenn Sie mit dem Basenfasten loslegen möchten:

  • Frisches saisonales Gemüse
  • Frisches saisonales Obst
  • Kräutertee in verschiedenen Sorten
  • Sprossen und Keimlinge (Sonnenblumenkerne, Linsen, Kichererbsen)
  • Pseudogetreide (Chia-Samen, Quinoa)

Für alle Lebensmittel gilt: Kaufen Sie sie in guter Qualität, möglichst Bio-Produkte. Ideal sind regionale und saisonale Produkte, um auch nachhaltig die Umwelt weniger zu belasten. Achten Sie beim Gemüse darauf, dass Sie sowohl Sorten kaufen, die Sie gedämpft essen, aber auch solche, die Sie roh verzehren können.

Beim Obst nutzen Sie am besten die saisonale Vielfalt. Beim Kräutertee ganz der Nase nach. Was Sie gut riechen können, wird Ihnen wahrscheinlich auch gut schmecken. Sprossen und Keimlinge brauchen ein paar Tage, wenn Sie sie selbst ziehen – ein spannendes Experiment. Pseudogetreide bekommen Sie mittlerweile auch in Bio-Qualität im gut sortierten Supermarkt.

Wie lange sollte man fasten?

Strenges Basenfasten sollten Sie nur für eine begrenzte Zeit von ein bis zwei Wochen durchführen. Denn Ihr Ziel dabei ist, Säuren, die sich im Laufe der Zeit bereits in Ihrem Körper angelagert haben, wieder zu mobilisieren und schließlich auszuscheiden. Eine überschaubare Zeitspanne also, für die Sie sich ganz bewusst auf diese Ernährungsform einlassen. Danach sollten Sie wieder säurebildende Nahrung – maßvoll – zu sich nehmen.

Basenfasten, aber richtig – Mit dieser Anleitung:

Zum Basenfasten gehört neben dem Körper auch die Seele. Wählen Sie für das Basenfasten daher einen Zeitraum, bei dem Sie die Möglichkeit haben, sich zu entspannen. Ein Urlaub ist gut geeignet. Sie haben dann die Gelegenheit, sich wirklich auf das Thema einzulassen.

Lebensmittel bewusst zuzubereiten und zu essen, die Wirkung dieser Ernährungsform zu spüren, früh ins Bett zu gehen und in dieser Zeit bewusst zu leben und auf Ihren Körper zu achten, das sind gute Vorsätze mit denen das Basenfasten gelingen kann.

FAQ

Für wen ist eine basische Ernährung geeignet?

Die basische Ernährung kann man nur jedem ans Herz legen, der seinen Organismus entlasten will, sich häufig müde und antriebslos fühlt. Ob als junger Mensch oder in hohem Alter – es gibt zunächst niemanden, der sich nicht basisch ernähren sollte. Wichtig ist hierbei, dass es niemals eine rein basische Ernährung sein darf.

Der Körper benötigt gewisse Stoffe für seinen Organismus und die sind nur über Säuren aufzunehmen – beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, die sich in hochwertigen Ölen finden. Somit ist eine rein basische Ernährung weder für Kinder im Wachstum, noch für Schwangere und in jedem Fall nur für einen gewissen Zeitraum zu empfehlen. Je früher Sie mit einer basenüberschüssigen Ernährung anfangen, umso besser – es ist nie zu spät!

Kann eine basische Ernährung den Verlauf von Krankheiten positiv beeinflussen?

Eine basenüberschüssige Ernährung kann vielen Beschwerden, die durch Übersäuerung begünstigt werden, vorbeugen oder diese lindern. Dazu zählen zum Beispiel Sodbrennen, Magendruck und Völlegefühl. Ebenso wie Cellulite, Hautunreinheiten, Krampfadern, Besenreiser und Gelenkbeschwerden.

Auch schwere Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neurodermitis werden mit einer schlechten, säureüberschüssigen Ernährung in Zusammenhang gebracht. Hier ist eine basenüberschüssige Ernährung als positiv für den Körper anzusehen. Wer sich basisch ernährt, tut auch seinem Immunsystem etwas Gutes und ist weniger anfällig für Krankheiten.

Wann sollte man nicht zu einer basischen Ernährung übergehen?

Bei schweren Erkrankungen sollte eine Ernährungsumstellung immer in Absprache mit den behandelnden Ärzten und Therapeuten erfolgen. Eine radikale Umstellung, wie sie eventuell bei einer Basenkur durchgeführt wird, kann bei einem geschwächten Organismus zu Problemen führen. Sprechen Sie in diesem Fall einfach mit den Medizinern, die Sie und Ihren Körper genau kennen, und bitte sie um Rat.

Das Basenfasten – Was gilt es zu beachten?

Das strenge Basenfasten umfasst nicht nur eine bestimmte Ernährung mit ausgewählten Lebensmitteln, sondern wird sich vermutlich in starkem Maße auch auf Ihre psychische Situation auswirken. Ein Zeitraum, in dem Sie stark im Job oder von der Familie gefordert sind, ist daher nicht ideal, um ein bis zwei Wochen basisch zu fasten.

Suche Sie lieber eine Lebensphase aus, in der Sie die Möglichkeit haben, sich mit dem Thema umfassend zu beschäftigen, in der Sie auf Ihren Körper hören können und Zeit haben, sich zu bewegen und zu entspannen. Idealerweise nehmen Sie sich für die gesamte Zeit, in der Sie Basenfasten möchten, frei. So schaffen Sie genug Zeiträume, um Ihren Körper innerlich und auch äußerlich gut zu behandeln, früh schlafen zu gehen, lange Spaziergänge zu machen und den Kopf ganz auf Ihr neues Lebensgefühl zu polen.

Wenn Sie so viel Urlaub nicht opfern können oder wollen, ist es sinnvoll mit dem Basenfasten zum Ende der Woche zu beginnen. Die schwierigsten Tage sind, wenn man die Berichte verfolgt, die ersten zwei bis drei Tage – das wäre dann das Wochenende. In dieser Zeit bekommen Sie von der Entgiftung des Körpers am meisten mit – Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlappheit sind keine seltenen Folgen. Nach drei bis vier Tagen fühlen sich die meisten wieder fitter und können auch im Job 100 Prozent geben.

Warum sollte man sich für das Basenfasten entscheiden?

Das Ziel dieses Fastens ist, Ihren Körper von im Organismus eingelagerten Säuren und Schlacken zu befreien.

Was passiert beim Basenfasten mit meinem Körper?

Bei diesem „Großputz“ werden schädliche Stoffe mobilisiert und schließlich ausgeschieden. Diese Entsäuerung kann befreiend auf Ihren Organismus wirken.

Entschlackt man durch eine basische Ernährung?

Ja, durch eine streng basische Ernährung, die nur auf einen kurzen Zeitraum angelegt ist, geschieht dies recht schnell. Aber auch durch die weniger radikale Methode, dem 80 – 20 Verhältnis, durchbrechen Sie den Kreislauf und schützten Ihren Körper vor einer langfristigen Übersäuerung.

Kann man entschlacken ohne sich dabei basisch ernähren zu müssen?

Nein. Allein für den Stoffwechsel benötigen Sie mehr basische Stoffe, als Sie vermutlich zu sich nehmen. Doch damit können Sie die Altlasten, die sich in Ihrem Körper bereits festgesetzt haben, nicht auflösen. Hierfür bedarf es einer konsequenten Ernährungsumstellung, bei der der Überschuss an basischen Nahrungsmitteln ausschlaggebend ist.

Basische Ernährung – Erfahrungswerte

Menschen, die ihre Ernährung dauerhaft umgestellt haben und sich basenüberschüssig ernähren, berichten von vielfältigen Änderungen, die sie dadurch erlebt haben. Von der Verbesserung des Hautbildes über ein Abschwächen oder sogar den kompletten Wegfall von Beschwerden – beispielsweise Gelenkschmerzen – bis hin zu einer allgemein gesteigerten Fitness und einem größeren Wohlbefinden. Ein häufig genannter Punkt ist auch die deutliche Reduzierung von Übergewicht.